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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Smart Cities: Baden-Baden und Moncalieri bekräftigen Zusammenarbeit

Oberbürgermeisterinnen Margret Mergen und hat gemeinsam mit ihrer italienischen Amtskollegin Roberta Meo die Absichtserklärung „Smart Twinning“ unterschrieben.

Darin betonen beide Städte nach einem mehrstündigen Workshop die Zusammenarbeit und den Informationsaustausch bei ganzheitlichen urbanen Entwicklungskonzepten im Bereich der Energieeffizienz, Verkehr und Mobilität sowie innerhalb der Informations- und Kommunikationstechnologie. Baden-Baden und Moncalieri sind damit Smart-City-Pioniere auf europäischer Ebene.

Was sind Smart-Cities? Die Entwicklung urbaner Lebensräume muss den Anforderungen von Ressourcenknappheit, Klimawandel sowie des gesellschaftlichen und demographischen Wandels gerecht werden. Veränderungen und Entwicklungen sollten ganzheitlich angelegt werden und nicht nur einen Bereich im Blick haben. Bereits 2013 fand in Moncalieri ein Symposium zum Thema „Smart cities and smart citizens“ statt, das gemeinsam mit dem „Rat der Gemeinden und Regionen Europas“ realisiert wurde. Moncalieri startete daraufhin die Initiative „Europa zwischen Krise und Entwicklung. Die Rolle der örtlichen Behörden“.

An allen genannten Initiativen nahm eine Delegation von Vertretern der Stadt Baden-Baden teil. Im März 2014 kam eine italienische Delegation, darunter auch Vertreter aus Moncalieri, zu einer Informationsreise nach Baden-Baden. Die Studienfahrt diente dem Wissens- und Erfahrungsaustausch in Sachen erneuerbare Energien, Energieeffizienz und Nachhaltigkeit. Moncalieri ist inzwischen Mitglied der EU-Initiative „European Innovation Partnership Smart Cities and Communities“.

Aus diesen gemeinsamen Erfahrungen ergibt sich die Erkenntnis, den Wissens- und Erfahrungsaustausch zwischen den wirtschaftlichen Akteuren beider Städte zu fördern. Zudem ist wichtig, die finanziellen Ressourcen durch Co-Finanzierung im Wege der Teilnahme an EU-Programmen zu erweitern. Weiter ist es zweckmäßig, in die Aktivitäten öffentliche und private Partner einzubinden, die jetzt schon mit den Städten zusammen arbeiten. Inhalt und Ziel der Absichtserklärung Baden-Badens- und Moncalieris soll den Projektpartnern und europäischen Netzwerken zugänglich gemacht werden.

Baden-Baden und Moncalieri beschlossen, den bereits bestehenden kulturellen und touristischen Austausch um die Zusammenarbeit in Sachen „Smart Cities and Communities“ zu erweitern.

Die Absichtserklärung lautet: Städte als zentrale Lebensräume müssen bei der Stadtentwicklung neue Schwerpunkte setzen, um eine hohe Lebensqualität sicherzustellen. Die Zusammenarbeit bezieht sich insbesondere auf die Themenschwerpunkte schonender Umgang mit natürlichen Ressourcen durch den Einsatz von erneuerbaren Energien und energieeffizienten Technologien (Smart Energy). Zweitens: Erarbeiten von intelligenten Lösungen für Mobilität und Verkehr (Smart Mobility). Drittens: Umsetzung und Anwendung neuer Entwicklungen aus der Informations- und Kommunikationstechnologie (Smart Communication). Und viertens: Die Förderung der aktiven Teilnahme der Bürger am Prozess des gesellschaftlichen Wandels (Smart Citizens)

Beide Städte verpflichten sich, Wissen, Erfahrungen und Arbeitsmethoden auszutauschen. Insbesondere sollen die Fördermöglichkeiten der EU-Förderperiode 2014 bis 2020 auf mögliche Teilnahme geprüft werden. Dies geschieht auch vor dem Hintergrund, die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu verbessern.

Um den Rahmen für die Zusammenarbeit und die praktische Umsetzung der gemeinsam festgelegten Ziele und Projekte zu schaffen, bilden beide Städte eine transnationale Arbeitsgruppe. Sie organisiert lokale als auch transnationale themenbezogene Arbeitskreise, zu denen auch öffentliche und private Institutionen eingeladen werden können

Moncalieris Oberbürgermeisterin Roberta Meo sagte nach der Unterzeichnung: „Mit unserer Erklärung schaffen wir die Grundlage für eine gute und zukunftsgerichtete Entwicklung unserer Städte im Interesse unserer Bürgerschaft. Wir vernetzen unser Know-how und beginnen eine neue Phase der Zusammenarbeit. Wir haben aus Baden-Baden schon einige hilfreiche Lösungen mitnehmen können. Auch dafür möchte ich danken.“

Auch Oberbürgermeisterin Margret Mergen sieht in dem Abkommen Vorteile für beide Städte. Die Städtepartnerschaft erhalte damit einen neuen Schwerpunkt. Bemerkenswert sei, dass Moncalieri und Baden-Baden auf internationaler Ebene eine Vorreiterrolle einnehmen

Dem schloss sich Erster Bürgermeister Werner Hirth an: „Wir sind alle gefordert, unsere Städte zukunftsgerecht zu gestalten. Smart City vereinigt all diese Ziele.“ Hirth informierte die Partner über das Klimaschutzprojekt „Baden-Baden setzt auf 37“ und berichtete über den Einsatz von Blockheizkraftwerken, Solar- und Photovoltaikanlagen. In Baden-Baden gebe es in Sachen Energieeinsparung noch immer große Potentiale, bei Unternehmen als auch bei den privaten Haushalten. Zudem gebe es Einsparmodelle bei den Schulen, wie beispielsweise das „Fifty-Fifty-Projekt“ oder das Projekt „Stand-by“. Bei den Stadtwerken gebe es zudem eine kostenlose Energieberatung. Wichtige Faktoren seien auch Verkehr und Mobilität. Baden-Baden stärke deshalb den öffentlichen Personennahverkehr, aber auch die Elektromobilität. Auch das Nutzen von Fahrrädern baue die Stadt aus. „Baden-Baden und Moncalieri können voneinander lernen“, so Hirth weiter. Die ersten Schritte seien gemacht. Er schaue zuversichtlich nach vorne und sei sich sicher, dass das gemeinsame Vorhaben Erfolg haben werde.