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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Spannende Bürgerreise: Sotschi kurz vor Fußball-WM

Die inzwischen dritte von Kurt Liebenstein vorbereitete Bürgerreise des Städtepartnerschaftsvereins in die russische Partnerstadt Sotschi startete erstmals vom Baden-Airpark. In Sotschi war das WM-Fieber schon an jeder Straßenencke spürbar, ist die Stadt am Schwarzen Meer doch eine der Austragungsstädte der Fußball-WM 2018.

Foto 1:
Die Teilnehmer der Bürgerreise nach Sotschi treffen überall auf die Insignien der bevorstehenden Fußball-WM. Die Partnerstadt ist Austragungsort. Dritter von rechts Reiseleiter Kurt Liebenstein.
Foto 2:
Die Bürgerreisegruppe im “Museum des Olympischen Ruhmes” in Sotschi. Reiseleiter Kurt Liebenstein mit der olympischen Fackel in der Hand, links daneben der Berater von Sotschis Oberbürgermeister Pakhomov, Andrej Kovalev.

Der Abflug vom Baden-Airpark brachte für die Teilnehmer eine spürbare Erleichterung: Im Herbst 2017 hatte die russische Ferienfluglinie Pobeda ihren Flugbetrieb nach Moskau aufgenommen und so die Reisezeit nach Sotschi deutlich verkürzt. Der dreitägige Sotschi-Aufenthalt brachte den Reisenden einen ersten Eindruck von Stadt, Land und Menschen. Schon bei der Ankunft auf dem Flughafen Adler wurden die Baden-Badener nach russischer Sitte mit Brot und Salz willkommen geheißen. Nach der Unterbringung im zentral gelegen Hotel mit schöner Aussicht auf Stadt und Meer, folgte am nächsten Morgen die Begrüßung durch den Berater von Oberbürgermeister Pakhomov, Andrej Kovalev, im “Museum des Olympischen Ruhmes”. Dabei stellte eine Mitarbeiterin der Stadtplanung die Entwicklung und die Struktur der Partnerstadt vor.

Sotschi hat sich mit den Wohnungsneubauten im Zuge der Olympischen Spiele um 50 000 Einwohner auf 400 000 Einwohner vergrößert. Die Stadt erstreckt sich auf beachtlichen 145 km entlang der Küste. Mit 90 großen Sanatorien und zahlreichen Hotels ist Sotschi mit den Thermalquellen, dem Meer und den bis auf 3500 m hoch reichenden Bergen des Kaukasus die Stadt für Tourismus und Erholung in Russland. Standesgemäß ist sie die Sommer- und Winterresidenz des russischen Präsidenten. Während seiner Aufenthalte in Sotschi empfängt er nicht selten Staatsgäste, dieser Tage erst Bundeskanzlerin Angela Merkel. Der Besuch des Sanatoriums “Metallurg” stand als erstes auf dem Besuchsprogramm. Das prächtige, in der Stalinzeit geplante und herrlich im Park über dem Meer gelegene Haus vermittelt die heute noch in Russland gepflegte Sanatoriumskultur, und dies, angesichts des Leistungskatalogs, zu moderaten Preisen. Danach besichtigte man die beeindruckenden, am Hang liegenden Gärten Sotchis, darunter den Baum der Freundschaft, einem riesigen Zitronenstrauch, der mehr als 60 unterschiedliche Zitronenfrüchte aus aller Herren Ländern trägt. Der Tag schloss bei einem kaukasischen Abendessen mit Musik und klassisch-wilden georgischen Tänzen.

Der zweite Tag war dem olympischen Sotschi gewidmet. Er begann mit dem Besuch der Sportstätten am Meer mit dem inzwischen zum Fußballstadion umgewidmeten Stadion der legendären Eröffnungsfeier der olympischen Winterspiele 2014. Bald wird hier um die Fußball-Weltmeisterschaft gespielt. Danach ging es von null auf 2200 Meter Höhe nach Krasnaja Poljana: Herrlicher Sonnenschein, Schnee und eine fantastische Aussicht auf die 3000er Kaukasusgipfel ringsum belohnten die Reisegruppe. Mit neuen Straßen, Eisenbahn und drei Wintersportorten mit langen Abfahrten, Schanze und Bobbahn wurde eine beachtliche Infrastruktur aufgebaut. Der Tag endete mit Liedern, Tänzen und klassischer russischer Küche.

Der Besuch des Museums der Stadt Sotschi, Stalins Datscha, der Aufstieg zum Berg Akhun mit Aussichtsturm, dem Merkurberg Sotschis, Wanderung zu Wasserfällen und Besichtigung des Marktes in gestalteten den dritten Tag. Bei einem Galaessen und dem Anschnitt des Partnerschaftskuchens verabschiedete Andrej Kovalev zusammen mit Irina Korsun, die in der Verwaltung den Kontakt mit Baden-Baden hält, die Baden-Badener Gäste.

Mit vielfältigen Eindrücken kehrten die Teilnehmer zurück. Besonders beeindruckt waren sie von der Durchgrünung der Stadt und dem Zusammenspiel von Bergen und Meer. Angesichts der politisch etwas getrübten Zeiten zwischen Deutschland und Russland war die Bürgerreise ein kleiner Beitrag zur Völkerverständigung.