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Partnerschaftsverein Baden-Baden

Jalta-Bürgerreise brachte viele Eindrücke

Jalta

Unter recht schwierigen Bedingungen hatten Uta und Gerhard Ell die Bürgerreise des Städtepartnerschaftsvereins (SPV) nach Jalta zu planen. Letztlich wurde es für die Teilnehmer eine facettenreiche Reise mit zahlreichen, auch herzlich-zwischenmenschlichen Eindrücken. Die Städtepartnerschaft mit der auf der Krim gelegenen Stadt besteht seit dem Jahr 2000.

Erstes Foto:
Herzlicher Empfang und Dank an die Baden-Badener durch den Deutschkurs der Jaltaer Schule Nr. 1. Zwischen den Kindern (von links) Deutschlehrerin Natalia Formina, die Vorsitzende des Elternbeirats, Tatjana Solodownik, Uta und Gerhard Ell, Direktorin Walerija Majugina und Luba Gribkova von der Stadtverwaltung.

Unterstützt wurden die Ells von Luba Gribkova, zuständig für die Städtepartnerschaften in Jaltaer Rathaus, und Genadij Dobkin, dem früheren Ersten Bürgermeister der Stadt.

Das tägliche Programm begann mit einem Frühstück im 16. Stock des Jalta-Hotels mit einem einmaligen Blick auf das Krimgebirge, die Stadt und das Schwarze Meer. Die Sehenswürdigkeiten der Krim hinterließen bei den Baden- Badenern bleibende Eindrücke: der Liwadija- Palast, einst Sommerresidenz der russischen Zarenfamilie, bekannt auch durch die dort 1945 stattgefundene Konferenz von Jalta, die Alexander-Newskij-Kathedrale, der Botanische Garten, das Tschechow-Museum, der Woronzow-Palast und die traditionsreiche Weinkellerei Massandra. Hinzu kamen Sewastopol mit seinem imposanten Panorama-Museum, dem Hafen mit den Schiffen der russischen Schwarzmeerflotte, die antiken Stätten von Chersones, Batschissaraij, die Hochburg der Tataren und das Maria- Himmelfahrts-Höhlenkloster.

Ein Höhepunkt war der Empfang im Rathaus. Gleich zwei Musikgruppen sorgten für festliche Stimmung. Der Erste Vorsitzende des Stadtrates, Roman Derkatsch, fand herzliche Begrüßungsworte für die kurstädtische Reisegruppe. Gerhard Ell dankte im Namen des Städtepartnerschaftsvereins für die erlebte Gastfreundschaft. Die Baden-Badener tauschten sich mit den Teilnehmer aus Jalta über die zahlreichen Partnerschaftsaktivitäten in den vergangenen zwei Jahrzehnten aus. Beide Seiten sprachen sich dafür aus, die Städtepartnerschaft auch in Zukunft lebendig zu halten. Die Vertreter aus Jalta sprachen im Hinblick auf die aktuelle politische Situation die Hoffnung aus, dass sich die Verhältnisse bald normalisieren.

Uta und Gerhard Ell nutzten die Möglichkeit, erneut humanitär aktiv zu werden und die Spende von 1000 Euro der Familie Kahlert gezielt, wo akuter Bedarf bestand, einzusetzen. Beim Besuch des Behinderten-Zentrums "Rotes Segel" für Kinder und Jugendliche konnten sich die Ells überzeugen, wie die vor zwei Jahren übergebene Spende von 13.000 Euro verwendet wurde: für Baumaßnahmen einer vom Behinderten-Zentrum erworbenen alten Schule und die Anschaffung von Spezial-Therapie-Geräten. Mit einem Betrag von 300 Euro, die der Leiterin des Hauses übergeben werden konnte, wird die Beschaffung eines hilfreichen Therapie-Spielgerätes möglich.

Eine weitere Spende von 300 Euro erhielt der Pope Adam der Alexander-Newskij-Kathedrale für durchzuführende Renovierungsarbeiten. Dem zwölfjährigen Schüler Briljow Kostja von der deutschen Sprachschule musste unfallbedingt vor zwei Jahren der linke Arm amputiert werden. Für die erforderliche Spezial-Prothese erhielt er vor einem Jahr eine persönliche Spende von den Ells. Der Junge leidet als Unfall-Folgeerscheinung an einer Verkrümmung der Wirbelsäule. Für deren Behandlung steht ihm jetzt eine Spende von 400 Euro zur Verfügung.

Einen ebenfalls sehr herzlichen Empfang bot die Schule Nr. 1 mit integrierter Sprachschule für Deutsch lernende Kinder. Musikalische und tänzerische Darbietungen und Willkommensgrüße in deutscher Sprache erfreuten die Baden-Badener. Die Sprachschule wurde auf Privatinitiative von Uta und Gerhard Ell sowie des Unternehmers Ayropetyan mit Unterstützung des SPV vor fünf Jahren gegründet. Seither unterstützt der SPV mit 200 Euro jährlich das Anschaffen von Unterrichtsmaterialien. Die Ells staunten über die deutschen Sprachkenntnisse der heute Fünfzehnjährigen. Großen Anteil an dieser positiven sprachlichen Entwicklung hat die Deutschlehrerin Natalia Formina.